Willkommen

Ist das Christentum eine religiöse Vorform und Fundierung des Sozialismus? Nein: „Die Bibel ist ein anti-sozialistisches Dokument“, findet der amerikanische Ökonom Dr. Gary North, der es sich im Jahr 1973 zum Lebenswerk gemacht hat, eine erste ökonomische Interpretation der gesamten Bibel zu schreiben und herauszugeben. Ein Projekt, das er 39 Jahre später abgeschlossen hat. Nachdem ich einige Jahre zuvor schon eine Reihe seiner im Internet herunterladbaren Bücher gelesen hatte, wollte ich seine Botschaft, zumindest in Auszügen, für ein deutsches Publikum zugänglicher machen. Das Ergebnis ist mein nun vorliegendes Buch „Jesus, der Kapitalist“. Neben Norths Thesen skizziere ich darin auch den Einfluss des Christentums auf die reale Entwicklung des Kapitalismus im Abendland – hier insbesondere die Sichtweise von Rodney Stark – sowie den von M. Scott Peck geprägten Begriff „sanfter Individualismus“ – als Alternative zu Kollektivismus und schroffem Individualismus.

In „Jesus, der Kapitalist“ geht es also um Religion und politische Ökonomie, aber auch um aktuelle Politik und Geschichte.

In diesem Blog will ich die im Buch angesprochenen Themen und Ansichten vertiefen, gegenteilige und übereinstimmende Meinungen anderer diskutieren, ähnliche oder relevante Äußerungen Dritter und aktuelle Begebenheiten aus der im Buch dargestellten Perspektive beleuchten. Lesermeinungen sind immer willkommen – benutzen Sie dazu bitte das Kontaktformular. Ich kann selbstverständlich nicht versprechen, jeden Beitrag zu veröffentlichen. Aber ich verspreche, jede Zuschrift aufmerksam zu lesen.

Robert Grözinger

 

Kurzdarstellung

Der Kapitalismus ist aus dem Christentum hervorgegangen – und braucht ihn, um zu überleben. Auch das Christentum braucht den Kapitalismus – und fordert ihn sogar. Nicht jedoch einen staatlich regulierten Kapitalismus, der nur für jene wirklich vorteilhaft ist, die gute Beziehungen zur Regierung unterhalten, und somit zu Korruption und Betrug einlädt, sondern einen Kapitalismus, der so frei ist, dass selbst Geld unter Wettbewerbsbedingungen hergestellt wird. Zentralbanken aber stellen unser Geld unter staatlich garantierten Monopollizenzen her. Damit genießen sie ungerechtfertigte Privilegien.

Anhand zahlreicher Beispiele aus der Bibel zeigt Robert Grözinger, dass die Gleichnisse, Aussagen und Mahnungen Jesu von den Prinzipien einer wirklich freien Marktwirtschaft untermauert sind. Grundsätzen wie Individualismus und Privateigentum sind Fundamente, die schon im Alten Testament gelegt wurden.

Daneben skizziert Grözinger die Wechselwirkung in der historischen Entwicklung von Christentum und Kapitalismus sowie die Unvereinbarkeit von Christentum und Sozialismus. Damit meint er nicht nur den Kommunismus, sondern auch seine weichere Form: den überbordenden Wohlfahrtsstaat, den uns die staatlich erzwungene Barmherzigkeit beschert hat. Und seine neueste, krasseste Version: den Ökologismus.

Wie eine freie Gesellschaft auf christlichen Werten und freier Marktwirtschaft basieren kann, zeigt Robert Grözinger in Jesus, der Kapitalist.